Bombenstimmung

30. Juni 2006 05:45

Die Lage der Republik und die Stimmung ihrer Bürger ist bombig!
Das meint diesmal nicht das Statistische Bundesamt oder die Bundesagentur für nicht vorhandene Arbeit, sondern die monatliche Statistik meines Weblogs.

Danach surfen vermehrt Individuen durch das World-Wide-Web und googeln nach Begriffen wie: „bomben bauanleitung, bauanleitung bombe, wie baut man eine bombe, bombe bauanleitung, bauanleitung für bomben, rohrbomben bauanleitung, bauanleitung bomben“ und wenn man selbst mal nach diesen Begriffen googelt, dann wird man rasch fündig.

An erster Stelle der Suchstatistik steht übrigens „ein loch ist im eimer“.
Aber ob da ein kausaler Zusammenhang mit der statistisch nachgewiesenen Aufschlauung breiter Bevölkerungsteile über Bombenbau bestehen könnte, muss sicher erst noch durch wissenschaftliche Studien über die „Auswirkungen existenzbedrohender wirtschaftspolitischer Rahmenbedingungen auf das Aggressionsverhalten des Homo sociologicus analysiert werden.

Wobei in vereinfachten Denkmodellen durchaus die Sprengung des Eimers eine gangbare Möglichkeit wäre um das andauernde Problem mit dem Loch zu beseitigen.
Bringen Sie doch einfach mal Ihre Sicht der Dinge über die „Auswirkungen existenzbedrohender wirtschaftspolitischer Rahmenbedingungen auf das Aggressionsverhalten des Homo sociologicus“ zu Papier und schicken es an Ihren Bummdestagsabgeordneten.

Wenn Sie allerdings als eigentlich unpolitischer Mensch den Kontakt zu Behörden und gewählten Volkstretern (immer diese Schreibfehler!) als eher unangenehm empfinden und deren Hausbesuche vermeiden wollen, dann können Sie auch nur Buchstaben aus der Zeitung ausschneiden und auf ein Stück Klopapier kleben.
Wichtig ist nur, dass Sie das Schreiben mit dem Vermerk „Persönlich/Vertraulich“ an den von Ihnen gewählten Bummdestagsabgeordneten schicken oder gleich direkt an die Bummdeskanzlerin im Bummdeskanzleramt.
Das Schreiben mit der Aufschrift „Werbumm“ oder „Wer bumm?“zu versehen, hat sich allerdings als nicht sehr zweckdienlich erwiesen und ich kann nur davon abraten.

Besonders beliebt bei den Empfängern sind jedoch humoristische Texte und Kalauer wie „Bumm, ich finde dich bombig“, „Danke für die bombige Reform“ oder „Bombenstimmung dank ALG II“.
Zum Zeichen Ihrer persönlichen Anteilnahme am Würgen Ihres Bummdestagsabgeordneten können Sie auch Liedtexte wie „Sechs Bomb, sechs Bomb, you’r a sechs Bomb“ oder „O grand malheur, Madam. Bum buddi bum buddi bum buddi bum buddi bum buddi bum buddi bu bu bum“ schicken.

Total out sind dagegen Hinweise auf die Aktivitäten der RAF und der IRA oder gar die Übermittlung von Zeitungsausschnitten über die täglich stattfindende Befriedung des Irak, da sich diese in krassem Widerspruch zu den Verlautbarungen des wichtigsten Nato-Partner befinden und allgemein als übelstes Machwerk des politischen Gegners abgetan werden.

Da es in unserer Republik sowieso nicht mehr viel zu Lachen gibt und rein mathematisch gesehen „Kraft durch Freude“ bei einem nachhaltig auf Null stehenden Freudefaktor zu einem undefinierten Ergebnis oder einem Laufzeitfehler führt. (Spezieller Dank an mitdenker für diese Anregung) ist Galgenhumor zur unverzichtbaren Volksdroge geworden um in der unerträgliche Seichtigkeit unserer wirtschaftlichen und politischen Elite überleben zu können.

Besonderen Eindruck auf unsere Bummdestagsabgeordneten dürfte es allerdings machen, wenn all die mit ALGII vollgekifften Menschen, die sowieso den ganzen Tag nix zu tun haben und nicht mehr zur Arbeit müssen mal nach Berlin kommen und dort vor dem Bummdestag, der jetzt im Reichstag tagt, ein Gedicht vortragen:

Macht es ein mal „Bumm“ fällt der Eimer um,
macht es zwei mal „Bumm“ fliegt der Eimer rum,
macht es noch mal „Bumm“ fliegen nur noch Fetzen rum,
macht es öfter „Bumm“ dann fällt auch noch der Reichstag um.
Und die Moral von der Geschicht – vereimert uns nur nicht!

Vor und im Reichstag herrscht jetzt übrigens strengstes Rauchverbot.
Nicht wegen der Volksgesundheit oder weil damit die von dort kommende schlechte Luft besser wird. Nein, das Rauchverbot ist nach dem Flugverbot eine reine Vorsichtsmaßnahme.
Damit niemand behaupten kann es wäre ihm aus Versehen ein brennendes Streichholz aus der Tasche gefallen als er sich eine selbstgedrehte Machorka anzünden wollte.

O grand malheur, Madam Angie.
Bum buddi bum buddi bum buddi bum buddi bum buddi bum buddi bu bu bum.

(c) Copyright Machopan - Alle Rechte vorbehalten

Ehegattensplitting

29. Juni 2006 05:45

Es ist doch immer wieder das gleiche Spiel und immer wieder fallen die Leute darauf herein.
Diesmal war es Urmelchen Pofalla, eine der Marionetten aus der Merkelschen Puppenkiste, der sich vor laufender Kamera zum „Ehegattensplitting“ äußerte und lispelnd die Änderung in ein „Familiensplitting“ anregte.
Prompt setzte quer durch die Republik und durch alle politischen Lager eine Diskussion ein, die natürlich wieder mal heftigst an der Sache und am eigentlichen Problem vorbei geht.
Dabei sind in den letzten Jahrzehnten bereits alle Argumente ausgetauscht und zwischen den Parteien zerrissen worden, denn die Diskussion um das Ehegattensplitting ist so alt wie die Republik selbst.

Warum wohl hat Urmelchen Pofalla dieses Thema nun erneut zur Sprache gebracht?
Sicher nicht, weil die Koalitionsparteien nun endlich mehr steuerliche und soziale Gerechtigkeit wollen. Das erreicht man nicht durch einzelne Maßnahmen, sondern nur durch ein ausgewogenes Konzept, das Schritt für Schritt umgesetzt wird.
Haben Sie von unserer Regierung schon mal ein solches Konzept zur sozialverträglichen Lastenverteilung und Umgestaltung der Republik gesehen?
Na also!
Kommen Sie mir jetzt nur nicht mit dem Koalitionsvertrag. Dieses Schmuddelpapier der Parteien ist nichts anderes als eine Absichtserklärung zur Beraubung des Steuerzahlers und mit dem Prädikat „Extremst sittenwidrig“ noch äußerst wohlwollend umschrieben.

In die gleiche Kategorie ist die vom Zaun gebrochene Diskussion um das „Ehegattensplitting“ einzustufen, denn es geht wieder mal nur um die Verteilung monetärer Werte.
Dazu nimmt man den „Ehegatten“ etwas weg um es dann, natürlich abzüglich eines gewissen Verteilungsverlustes, auf die „Familie“ zu verteilen.
Laut einer Studie des DIW entgehen dem Fiskus durch das bisherige Splitting jährlich rund 22 Milliarden Euro an Steuereinnahmen. Es wird gemunkelt, dass es so um die 2,5 Milliarden Euro sein sollen, die nach der Neuverteilung für die unter chronischem Geldmangel leidenden Verteiler übrigbleiben werden.

Dabei könnte man sich die ganze Diskussion um „Für und Wider“ des „Steuersplittings“ sparen, denn nichts spricht dagegen beide Varianten gleichzeitig und nebeneinander zu haben.
Warum nicht Förderung von Ehe und Familie als Grundelemente einer modernen Gesellschaft?
Mit etwas gutem Willen und etwas Druck auf die Kirchen, für die der Staat kostenlos das Inkasso der Kirchensteuer durchführt, könnte man außer der Ehe auch noch andere auf Nachhaltigkeit ausgerichtet Partnerschaften einschließen, die bereit sind sich eheähnlichen Vertragsbedingungen zu unterwerfen.
Derartige Verbindung aus mehreren Individuen nennen wir dann „Bedarfsgemeinschaft“ und behandeln alle BG unabhängig vom Einkommen so wie es im SGB II vorgesehen ist, damit alle Bürger die volle Packung aller gesellschaftlichen Reformen in gleicher Weise genießen können.
Dann packen wir noch eine Steuerflatrate von 30% dazu und runden das Ganze mit einem steuerfreien Existenzminimum von 10.000 Euro pro Fiskaljahr und Individuum ab.
Und den ganzen Rest der Steuergesetzgebung für „natürliche Personen“ mitsamt Kindergeld und der neuen ab 1.1. 2007 geltenden Natursprungprämie treten wir in den Mülleimer der Geschichte.

Das wäre doch sicher eine akzeptable Lösung im Sinne aller Verdiener.

(c) Copyright Machopan - Alle Rechte vorbehalten

Ottfried der Fischer

28. Juni 2006 05:45

Der bullige Otter-Stotter Otti von Tölz war fremdficken, ähhhh fremdfischen und die ganze Nation nimmt dank den offenen Worten der Beteiligten und der Berichterstattung in den Medien an dem „Lustspiel“ teil.
Da haben wir in der Hauptrolle natürlich Otti, den spätreuigen Fremdficker mit der ausgekugelten Schulter, die er sich als Folge eines seitlichen Sprungs über die Leitplanke einer Autobahn zugezogen hat.
Dann ist da natürlich sein Gegenpart, Ottis gehörnte (Noch-)Ehefrau Renate, die den seitlichen Sprung ihres Gatten über die Leitplanke und auf die Nebenbuhlerin ganz cool mit dem Satz: „Wenn’s dem Esel zu wohl wird, dann geht er aufs Eis“ kommentierte.

Und last but not least ist da ja noch die blonde Michaela, das Gschpusi aus der Wiener Eden Bar im I. Bezirk, laut eigener Homepage Wiens exklusivster Treff der High Society, wo der Otti gern zu Gaste war, wenn er sich wie andere Gäste auch, in ausgezeichnetem Ambiente, mit Diskretion gegenüber jedermann, zum Entspannen ohne störende Nebeneinflüsse, den schönen Dingen des Lebens widmen wollte.
(So haben andere Gäste die Eden Bar bei www.toptipplokale.at beschrieben.)

Die Geschichte selbst ist einfach und hängt ursächlich mit der Entwicklung des männlichen Menschen und seinen tierischen Instinkten zusammen, die ab einem bestimmten Alter, zeitgleich mit einer Deaktivierung des Verstandes, ein letztes Mal reaktiviert werden.
Experten nennen diese, durch hormonelle Missfunktionen ausgelöste Phase des männlichen Seins die „Midlife Crisis“, raten aber gleichzeitig davon ab aus dieser Bezeichnung auf das zu erwartende Lebensalter der betroffenen Person hochzurechnen.

Warum der Otti fand, dass er im zarten Alter von 52 Jahren mit dem Rüssel noch mal die Sau rauslassen sollte, wird wohl sein Geheimnis bleiben, bis die BILD dieses (exklusiv) lüftet.
Solange niemand etwas von der Brunftspur des Bullen ins Wiener „Milieu“ ahnte oder gar wusste, war ja die Welt zwischen Gauting bei München und dem frivolen Wien auch noch in Ordnung und die Medien hatten Besseres zu schreiben.

Nun ist der Otti, dessen Kopf (zumindest visuell) direkt in den Oberkörper überzugehen scheint, sicher nicht ein BILD von einem Mann und so manche Mitbürgerin würde sich nur durch gutes Zureden und nach vielen, vielen Jahren des Entzugs auf einer einsamen Insel von dem bayerischen „Meat Loaf“ erhaschen und vernaschen lassen.
Denn wer legt sich schon gern freiwillig unter einen paarungswilden 150-Kilo-Bullen?
Vor allem wenn dessen feine Motorik auch noch durch den verkehrsbedingten Sturz über die Leitplanke einer Autobahn gelitten hat. Otti brachte der Sturz nicht nur eine (schwere?) Verletzung der Schulter ein, sondern auch noch eine Ablichtung im (hinten offenen?) Flügelhemdchen in der BILD-Zeitung.

Der Sueddeutschen Zeitung erklärte „der Bulle von Tölz“ er hoffe nach dem Beischlaf mit der Nicht-Mehr-Gespielin Michaela aus der Wiener Eden-Bar nun auf den göttlichen Beistand für die Versöhnung mit seiner Noch-Gattin Renate aus dem bayrischen Gauting.
Er (Otti) stehe sonst vor dem „absoluten Nichts“, was man sich als sein Gegenüber nun überhaupt nicht vorstellen kann.

Also wenn ich ein Drehbuch zu schreiben hätte, dann sicher nicht so eine Beziehungskiste mit der schon der gute alte Willy Millowitsch die Gäste seines Theaters zum Brüllen und zum Röhren brachte.
So fällt mir nur ein Liedtext von Nickerbocker und Biene ein, der es in den Achtziger Jahren mal in die Charts geschafft hat:

I wü nur zruck zu dir,
i wü nur zruck zu dir,
kannst du mir no amoil verzeihn
i hab vü, vü zu bereun
mir is kloar, i war a Noarr
i wü nur zruck zu dir
mehr ..

Ich hab den Song noch irgendwo auf einer alten Schelllackplatte und würde ihn dem Ottfried sogar zum Üben zur Verfügung stellen.
Wenn ich mir das so vorstelle, der Bulle von Tölz mit einer Gitarre in der Hand und einer Rose hinter dem Ohr unter dem Balkon vor seinem Wohnhaus in Gauting:
Hallo Renate – i wü nur zruck zu dir …

Für so ein BILD von „Johnny Cash“ Fischer würden sich doch sicher die Medien cash erkenntlich zeigen.

(c) Copyright Machopan - Alle Rechte vorbehalten

Gotteslästerung

27. Juni 2006 05:45

Was lob ich mir doch die guten alten Tageszeitungen!.
Auch wenn man sich beim Lesen die Finger mit Druckerschwärze beschmutzte, konnte man(n) doch die in handliche Stücke gerissenen Teile zum Säubern des Anus nach dem morgendlichen Stuhlgang verwenden.
Mit den hochglänzenden und vollelektronischen Medienprodukten gelingt das leider nicht mehr, auch wenn es das einzelne Individuum schon beim Lesen der morgendlichen Schlagzeile danach verlangt.

Stoiber will Gotteslästerung härter bestrafen“ schreibt die Netzeitung
und mir knallt ein spontanes „Herr Gott Sakrament“ durchs Hirn.
Ist das jetzt das Ergebnis von übermäßigem Alkoholgenuss oder von einem Hitzschlag im medialen Sommerloch?
Wohl eher beides!
«Es darf nicht alles mit Füßen getreten werden, was anderen heilig ist”, sagte Stoiber der “Bild”-Zeitung. Der bisherige Paragraph 166 des Strafgesetzbuches sei “völlig stumpf und wirkungslos, weil er eine Bestrafung nur dann vorsieht, wenn der öffentliche Frieden gefährdet ist und Aufruhr droht

Ausgerechnet jetzt, während in der BRddr die Fußballweltmeisterschaft der FIFA den wirtschaftlichen Aufschwung übt und die Götter der Schweinsblase über den heiligen Rasen stolpern, die Massen dem Götzen Fußball huldigen und die „Hand Gottes“ im Lande weilt, ausgerechnet dann fällt dem Stoiber so etwas ein.

Oder sollte der Engel Aloisius zwecks Überbringung der göttlichen Erleuchtung endlich die Bayrische Staatskanzlei gefunden haben?
Oder ist dem Herr Stoiber diese Erleuchtung vom Himmel direkt auf den Kopf gefallen? Möglichweise begünstigt durch die derzeitige mediale Hochwetterlage, da die Welt nach München schaute, als 180 Trommler in Lederhosen, 14 Goaßlschnalzher, 150 Schuhplattler sowie Schellenträger mit bis zu 25 kg schweren Glocken für das typisch göttlich-bayerische Ambiente sorgten.
Oder könnte es sein, dass den Herr Stoiber einfach nur ein Schlag ab hat oder ihn hinterrücks mit dem ach so stumpfen §166 aus dem besonderen Teil (Religion und Weltanschauung) des Strafgesetzbuches erhalten haben könnte?

Jetzt, wo WIR Papst sind und DU Deutschland bist, muss doch nach der neuen bayrischen Geschichtsschreibung ER ein Bayer sein und Bethlehem ein Vorort von München.
Sacklzementhallelujia!

Wie auch immer, als bekennender Atheist hat man damit wohl kein Problem.
Kein Problem zumindest mit dem religiösen Teil, der ja in Artikel 4 auch zu den wenig beachteten Selbstverständlichkeiten unseres Grundgesetzes gehört.
Nicht ganz so einfach ist das mit der „Weltanschauung“, wohl wissend, dass es davon viele gibt. Auch solche, die von sich behaupten die einzig richtige zu sein.

Doch zurück nach Deutschland, zurück zum Stoiber, der ja in regelmäßig-unregelmäßigen Zeitabständen für einen Brüller ist gut.
Nun kann man ja nicht mehr bestreiten, dass das Niveau unserer Politiker in den letzten Jahren eine parteineutrale Absenkung erfahren hat. Nachdem es seit den Tagen vor Kohl und nach Schröder dauerhaft bei Normalnull angekommen war, scheint sich nun aber im bayrischen Süden unserer Republik ein neuer Tiefenrekord abzuzeichnen.

Wer dachte, mit den Kommentaren zu Bruno dem Problembär hätte der Stoibär bereits seinen maximalen Unterhaltungswert erreicht, sah sich getäuscht.
In Timing, Aussage, Inhalt und Präsentation folgt nun mitten Sommerloch mit der „Gotteslästerung“ der vereinigte Filmriss, Hirnriss und Dünnschiss in Perfektion.

Erinnern Sie sich noch, dass im Jahre des Herrn 2002 eine Menge Menschen dieses Landes diesen Mann zum Kanzler der Republik machen wollten und noch vor wenigen Monaten war er als Wirtschaftsminister im merkelschen Gruselkabinett im Gespräch.
Selbst das Amt des Bundespräsidenten und das Amt der Präsidenten der Europäischen Kommission wurde ihm angedient.
Er hat damals dankend abgelehnt und ist lieber den bayrischen Trachtenvereinen erhalten geblieben.
Mein Gott haben wir da aber noch mal Glück gehabt!
Aber wer konnte diesen rapiden geistigen Verfall auch vorausahnen?

Was kommt nun wohl als Nächstes zur Aufrechterhaltung der göttlichen Ordnung?
Scheiterhaufen? Vierteilung? Teufelsaustreibung? Stockhiebe? Pranger? Selbstkasteiung? Oder nur kollektives zu Kreuze kriechen im Familienverbund?

Können die Bayern dieses humane Auslaufmodell ihres Freistaats nicht mal endgültig aus dem Verkehr ziehen und einer umweltverträglichen Entsorgung zuführen?
Ein aufrichtiges „Vergelt’s Gott“ aus dem Rest der Republik wäre ihnen sicher.
Um die exklusiven Rechte zur Verfilmung des „Leben des Edmund” sollen sich bereits namhafte Produzenten bemüht haben.

(c) Copyright Machopan - Alle Rechte vorbehalten

Fahne, Flagge, Stander

26. Juni 2006 05:45

Zur anhaltenden Diskussion über der Deutschen derzeit liebstes Spielzeug, das mit den Nationalfarben bedruckte Tuch und ob es sich dabei um Fahnen oder Flaggen handelt möchte ich mit dem Hinweis auf eine dritte, weniger bekannte Art der Objektkennzeichnung beitragen:
Der Stander!

Warum die Unterscheidung zwischen Fahne, Flagge und Stander selbst Experten schwer fällt, soll anhand des nachfolgenden Fotos aufgezeigt werden.

Handelt es sich dabei um:
a. eine Person neben einem PKW mit Flagge?
b. eine Person neben einem PKW mit Fahne?
c. eine Person neben einem PKW mit Stander?

oder

d. einen PKW neben einer Person mit Flagge?
e. einen PKW neben einer Person mit Fahne ?
f. einen PKW neben einer Person mit Stander?
g. einen PKW neben einer Person mit Ständer?

Kleiner Tipp, die Personen im Hintergrund sind nur von geringer Bedeutung, auch Farbe oder Typ des Leichenwagens dürfen Sie getrost vernachlässigen.
Aber achten Sie bei der im Vordergrund stehenden männlichen Person mit echtem Kopfhaar unbedingt auf die Haltung der linken Hand und das süffisante Lächeln, beziehungsweise anzüglich wissende Grinsen.
Auch sollten Sie daran denken, dass Flaggen, im Gegensatz zu Fahnen, auswechselbar sind und (fast) jederzeit durch andere Flaggen ersetzt werden können.
Viel Spaß beim Raten.

Und sollte die deutsche Fußballnationalmannschaft das Endspiel der FuBaWeMe 2006 erreichen, werde ich auch noch über den, ebenfalls wenig bekannten Wimpel berichten.


Postscriptum:
Durch Hinweise von „lieben Freunden“ ist es mir gelungen sowohl die Identität des Fahrzeugs als auch die Identität der davor stehenden männlichen Person zu lüften.
Bei dem Fahrzeug handelt es sich um das Model „Phaeton“ aus dem Hause Volkswagen.
Nach den letzten potenten Ereignissen im Hause des Herstellers wird dieses Modell auch gerne als „Phallus“ bezeichnet, während das kleinste Modell, das in den USA unter dem Namen „Rabbit“ verkauft wird, den Kosenamen „Rammler“ erhalten hat.

Bei dem Herrn im Vordergrund handelt es sich wohl um den Altbundeskaper Gerhard Schröder, der auf diesem Foto allerdings noch ziemlich frisch aussieht, was -so vermuten Experten- ursächlich mit der Position der linken Hand zu tun haben könnte, die im Verborgenen zum offensichtlichen Wohle des Herrn im Einsatz ist.
Oder könnte das Grinsen des Kanzlers mit seinem Wissen über die Ereignisse im Hause Volkswagen und dem nächsten PKW-Modell für Kleinverdiener, verarmte Mittelständler und sozialschmarotzende Arbeitslose zusammenhängen?
Nach unbestätigten Gerüchten wird dieses, nach seinem Erfinder HARTZ benannte Modell, in jährlichen Stückzahlen von ca. 30.000 in Wolfsburg gebaut werden. Aus gut informierten Kreisen war zu hören, dass der Markt allein in Deutschland etwa 5 Millionen Stück betrage und stetig weiter wachse. So sollen zwischenzeitlich von den Weltkonzernen Siemens und Allianz Bestellungen über weitere 9.000 bzw. 5.000 Stück vorliegen.

(c) Copyright Machopan - Alle Rechte vorbehalten