Sonderzug

19. Mai 2006 05:45

«Die rechtsextreme NPD im sächsischen Landtag hatte am Donnerstag mit einer Anspielung auf die Deportationszüge im Zweiten Weltkrieg für einen Eklat gesorgt. Der parlamentarische Geschäftsführer der NPD-Fraktion, Uwe Leichsenring, wurde daraufhin von der laufenden Parlamentssitzung ausgeschlossen.» meldet die Netzeitung.

Das scheint ein ganz besonderer Zug dieser nach demokratischen Regelwerken in den Landtag gewählten Partei zu sein. Denn es ist nicht zum ersten Mal, dass den Mitgliedern der anderen Fraktionen nach Äußerungen von NPD-Politikern die Gesichtszüge entgleist sind und der gesellschaftspolitische Notstand ausgerufen wurde.

Besonders die Grünen verfallen dabei reflexartig in eine Art missionarischen Eifer, jedes Wort und jedes Gedankengut, das nicht ihrer Ideologie entspricht als Gefährdung der nationalen Sicherheit einzustufen und nachhaltige rechtsstaatliche Konsequenzen einzufordern.

Aber was im sächsischen Landtag wirklich geschehen ist, erfährt man in dem Artikel der Netzeitung erst nachdem man sich durch die Kampfaufrufe und Durchhalteparolen des
Fraktions-Geschäftsführer der Grünen, Volker Beck, gegen die Ausbreitung des „braunen Sumpfes“ gelesen hat:
«Der parlamentarische Geschäftsführer der NPD-Fraktion, Uwe Leichsenring, hatte zunächst in einer Rede kritisiert, dass die Tatverdächtigen im Fall des schweren Angriffs auf einen Deutsch-Äthiopier zu Ostern in Potsdam „mit dem Hubschrauber in Guantánamo-light-Version nach Karlsruhe“ zum Bundesgerichtshof geflogen worden seien. Wollte man linksextremistische Täter etwa bei Krawallen am 1. Mai so abführen, sagte Leichsenring, müsste man „an solchen Tagen Sonderzüge einsetzen“.
Linkspartei-Fraktionschef Peter Porsch rief dazwischen: «Es gab schon mal Sonderzüge - mit Zügen kennt ihr euch ja aus!»
Daraufhin antwortete Leichsenring laut Sitzungsprotokoll: «Ja, ja, manchmal wünscht man sie sich wieder, wenn ich manche so sehe

Und jetzt frage ich mich, warum nur der Herr Leichsenring von der NPD den Saal verlassen musste, denn die Deportationssonderzüge in Spiel gebracht hat ja wohl ganz offensichtlich der linke Fraktionschef Peter Porsch.

Aus diesem Vorgang wurden dann eifrig die „Deportationszüge“ der NPD konstruiert und diese „Volksverhetzung“ zum Anlass genommen, den Abgeordneten Leichsenring von weiteren Parlamentssitzungen auszuschließen, denn er habe „die Ordnung des Landtags in besonders schwerer Weise verletzt“.

Gleichzeitig sprach sich der Fraktions-Geschäftsführer der Grünen gegen eine Kürzung oder gar Umwidmung der 19 Millionen Euro für die Programme «Civitas», «Xenos» und «Entimon» aus, mit denen sich der Bund gegen die braune Flut von rechts stemmt, denn ab 2007 sollen damit auch Initiativen unterstützt werden, die sich gegen Linksextremisten und Islamisten einsetzen.
Na da wird ja wohl für den Kampf gegen Rechts nicht mehr all zuviel übrig bleiben.

Wäre es da nicht sinnvoller, das Geld für bessere Bildung sowie die Schaffung von Lehrstellen und Arbeitsplätzen für Jugendliche einzusetzen, statt aus Steuergeldern ideologische Kampagnen zu finanzieren?
Und ob es ein besonders geschickter Zug ist, jede unangenehme Stimme aus einem demokratisch gewählten Landtag zu verbannen, statt sich mit ihr sachlich auseinander zusetzen, das wird sich noch zeigen - spätestens bei der nächsten Wahl.

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Spitzenpolitiker

18. Mai 2006 05:45

«Spitzenpolitiker von CDU/CSU und SPD haben die Bundesregierung zu einer Generalüberholung der „Hartz“-Reformen aufgefordert.»

Dieser Satz sticht dem Leser bei Spiegel-Online ausgerechnet am Tag der Mutter ins Auge. Dennoch keimt gute Hoffnung auf, dass den Zeugungsbeteiligten dieses Retorten-Reform-Babys endlich die Erkenntnis geschenkt wurde, welche Fehlgeburt sie da das Zwielicht der Republik erblicken ließen.
Hat doch der Leser bis heute nicht vergessen (wollen und können) wer denn dieser Ausgeburt aus verharzten Hirnen und Lenden zum Leben verholfen hat.
Waren nicht eben diese Spitzen der Politik damals die vehementesten Streiter und Verfechter dieser „Eier legenden Wollmilchsau in der reitbaren Version“ zur Reformierung des Arbeitsmarktes und Schaffung sozialer Gerechtigkeit, damit jeder das Recht habe in den Arbeitsmarkt vermittelt zu werden.

«Die Hartz- IV-Gesetzgebung ist ein von Rot-Grün zusammengeschustertes Flickwerk, das grundlegend korrigiert werden muss» sagte Baden-Württembergs Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU) der “Bild am Sonntag” und vergaß dabei zu erwähnen, dass sich Rot-Schwarz bisher auch nicht gerade mit Ruhm bekleckert hat, denn außer Steuererhöhungen ist denen auch noch nix eingefallen.

Der nordrhein-westfälische Regierungschef Jürgen Rüttgers (CDU) forderte ebenfalls tiefgreifende Korrekturen und sagte: «Wir brauchen eine Neuregelung, die Langzeitarbeitslosen einen besseren Neustart auf dem Arbeitsmarkt ermöglicht und die staatlichen Transferleistungen zielgerichteter einsetzt. Das Grundanliegen von “Hartz IV” sei nicht erreicht worden.»
Wenn dieses Grundanliegen jemals die Senkung der Arbeitslosenzahlen gewesen sein sollte, dann wird als letztes Mittel zur Zielerreichung wohl nur noch deren Notschlachtung verbleiben.

Das mit Abstand größte Brett vor dem Kopf aber muss der SPD-Spitzenpolitiker und Mitglied des Bundesvorstandes der SPD, Ottmar Schreiner haben, denn er «sprach sich für die Abschaffung der Hartz-Gesetze und eine schnellstmögliche Neuordnung der Arbeitsmarktpolitik aus
Laut Schreiner, auch Vorsitzender der SPD-Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen, ist die Zahl der Arbeitslosen statt von von vier auf zwei Millionen halbiert zu werden auf mehr als fünf Millionen gestiegen. Das zeige, wie wenig die Hartz-Instrumente taugten.»

Der Nagel zur Befestigung des Bretts hat den Spitzenpolitiker Schreiner offensichtlich nicht nur heftig am Kopf getroffen, sondern auch sein Erinnerungsvermögen nachhaltig geschädigt. Denn 5 Millionen Arbeitslose haben wir ja nicht erst seit das Angela die Neujahransprachen vorliest.

Es ist echt Spitze, wie die Spitzenpolitiker die Ergebnisse ihrer Spitzenpolitik an der Spitze eines Eisbergs ablesen.
Das zeigt, dass für diese Republik immer noch kein Land in Sicht ist, nur Drehrichtung und Eintauchtiefe des Packeises hat sich geändert.

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Rowdy Erlass

17. Mai 2006 05:45

Tief blicken lassen nur die Denkmodelle unseres verkehrten Ministers Wolli Tiefensee, denn bei seinen Flachwasser-Aktivitäten kann man meist bis auf den Grund sehen.
Nach der von den Fahrradlobbyisten gesponserten “Fahrradverordnung”, für die sich der Herr Minister mit dem “goldenen Lenker mit Schwerter und Brillianten” zwar die höchste Auszeichnung der Branche verdient hat, dafür aber den Hohn der Presse auf sich zog, folgt nun sein neuester Gag: Der “Rowdy-Erlass”.

Wer als Rowdy vorsätzlich rast oder drängelt, soll künftig bis zu 2000 Euro zahlen“, sagte der Herr Tiefensee der “BLÖD”-Zeitung. Auch wer nach maßlosem Alkohol- oder Drogenkonsum am Steuer erwischt werde, muss demnach mit einer Strafe von bis zu 3000 Euro rechnen. Diese Vorschläge will der Herr Minister auf der Verkehrsministertagung von Bund und Ländern vorstellen, die am Rande der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung stattfindet.

So am Rande bemerkt, ist Ihnen eigentlich auch schon aufgefallen, dass in den Vorschlägen des Herrn Tiefensee die heiße Luft immer den meisten Platz beansprucht. Solche Hirnblähungen hat man normalerweise nur nach exzessiven oder maßlosem Alkohol- oder Drogenkonsum. Daher finde ich die Idee gut, drastische Strafen gegen Mitbürger zu verhängen, die sich in einem derartigen Zustand ans Steuer wagen und ihre Mitmenschen gefährden. Auch wenn sie nur ein Ministerium steuern.

Unklar ließ der Herr Minister in seinen Ausführungen allerdings wie viel Promille Blutalkohol diesen maßlosen Alkoholkonsum juristisch fundiert anzeigen. Damit der eigentliche Zweck, mehr Geld in die Staatskasse zu bringen, erreicht wird müsste dieser kritische Grenzwert so um die 0,5 Promille liegen.
Interessant ist auch die Formulierung des “vorsätzlich rasenden und drängelnden Rowdy”.
Ab wann wird denn gerast und ab wann wird gedrängelt?
Und was ist in diesem Zusammenhang vorsätzlich?
Genügt es dafür schon einen Wagen zu fahren, der theoretisch schneller als 180 km/h fahren kann?
Oder muss dafür auch noch der Sicherheitsabstand von Tacho-Halbe unterschritten werden? Gilt diese Regelung auf allen Straßen?
Wenn ja, dann genügt es schon mit 30 km/h und weniger als 15 Meter Abstand hinter seinem Vordermann durch die verkehrsberuhigte Zone zu rollen um 2.000 Teuronen an die Staatskasse abdrücken zu dürfen.

Wer gedacht hat, dass der alte Verkehrsmanfred nicht zu toppen wäre, sieht sich nun mit dem Verkehrstiefenwolli, dem ehemaligen Oberbürgermeister der Stadt Leipzig, eines Besseren belehrt.
Man darf noch gespannt sein, welche Blubberblasen dem Beatmungsgerät des Flachwassertauchers Tiefensee bis zum Ende seiner Amtszeit noch entweichen werden.

Ach ja, das Wichtigste hätte ich beinahe vergessen - die zusätzlichen Einnahmen aus Suff, Hasch und Speed sollen natürlich für Verkehrssicherheits-Projekte eingesetzt werden.
Also spenden Sie für einen guten Zweck.
Jetzt brauchen Sie nur noch jemand, der dicht genug vor Ihnen herfährt.
Sollten Sie selber niemand kennen, können Sie das im Feierabendverkehr auf der A2 ohne Problem mit jedem Wildfremden machen.

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Aussterben

16. Mai 2006 05:45

Hi, falls Sie es noch nicht bemerkt haben - die Deutschen sterben aus!
Die Lage ist echt dramatisch. Die Leute fallen um wie die Fliegen, mitten in der Fußgängerzone.
Gerade noch vor dem Zeitungskiosk gestanden und verstohlen die nackten sekundären Geschlechtsmerkmale andersgeschlechtlicher Mitmenschen beguckt und dann ein letzter Blick auf die Schlagzeile der BILD-Zeitung. Und plötzlich - zack - Krampf in der linken Brustseite, noch einmal Augen rollen, einen letzten tiefen Schnaufer machen und dann - umfallt.

Wieder Bevölkerungszahl minus eins.
Fahrkarte nach Himmelspforten, einmal einfach ohne Gepäck.
So soll das jetzt im Sekundentakt gehen - schreiben die Zeitungen.
Als erstes werden wohl die Magdebuger dran glauben müssen, denn dort wird so wenig geboren, wie sonst nirgends in Deutschland. Noch nicht einmal 6,91 Kinder pro 1.000 Einwohner bringen die Jungs und Mädels dort zustande. Und die Chemnitzer schaffen auch gerade mal 7,02 Geburten pro 1.000 Einwohner.

Gestorben wird meist genau so schnell wie gezeugt. Innerhalb weniger Minuten werden die Augen verdreht, einmal noch „Oh Gott“ gestöhnt und das war es dann.

Die Geburt selbst ist auch kein Problem. Mit den Mitteln der modernen Medizin geht das wie am Fließband. Geburt eingeleitet, Kaiserschnitt und die Nächste bitte.
Das eigentliche Problem, so sollen Wissenschaftler nach langwierigen, vom Bundesforschungs- und Bundesfamilienministerium bezahlten Studien herausgefunden haben, ist die Schwangerschaft.

Zumindest zeitlich kompliziert die Schwangerschaft den Fortbestand der Bevölkerung extremst.
Was für ein Aufwand da betrieben werden muss, bis so ein neuer Erdenbürger das Licht der Welt erblicken darf.
Schon vor der erfolgreichen Befruchtung fängt es an mit Tests um die Frage „bin ich oder bin ich nicht“ beantworten zu können. Während bei Hamlet noch ein „ich bin also bin ich“ genügt hat, muss heute durch Konsultation eines mit der weiblichen Anatomie vertrauten Facharztes diese Frage beantwortet werden. Sogleich wird ein Untersuchungsheft angelegt und der voraussichtliche Geburtstermin bestimmt. Bevor die werdende Mutter dann in den Mutterschutz geht, wird noch das Geschlecht des Kindes bestimmt. Nur um mit medizinischer Sicherheit zu wissen, ob die Verwandten nun Onkel oder Tante werden und ob nun rosa oder blaue Strampelhöschen und Lätzchen gekauft werden müssen.
Ganze Industriezweige richten danach ihre Produktionsplanung aus. Die Zeit bis zur Niederkunft vergeht dann mit Vorsorgeuntersuchungen und Schwangerschaftsgymnastik. Nebenbei wird noch der anschwellende weibliche Leib gecremt, gesalbt und gepflegt, damit das Nabelpiercing auch nach der Geburt noch an der gleichen Stelle sitzt und das Arschgeweih nicht aus der Form gerät.
Am Tag der Niederkunft geht dann „Männe“ oder „Bärchen“ mit in den Kreißsaal, hält Händchen, tupft Schweiß, hilft und presst mit, genauso wie er es in der Schwangerschaftsgymnastik gelernt hat und lichtet schließlich das Neugeborene mit der mitgebrachten Digitalkamera für die Nachwelt ab.

Mein Gott, früher haben die Frauen ihre Kinder bei der Ernte auf dem Acker bekommen, sind mal kurz hinter dem Heuhaufen verschwunden, haben sich auf die Erde gehockt und wenn der neue Erdenbürger (deswegen heißt der so) mit seinem ersten Schrei das Ohr des Erzeugers erreichte, hielt dieser kurz in seiner Arbeit inne, wischte sich den Schweiß von der Stirne und rief: „Bua oder Mädle? Mach zua, es kommt a Gwitter, s’Heu muas ind Scheuer.“
So jedenfalls hat mir das immer meine Oma erzählt und die musste es ja wissen, denn ich hatte sieben Onkels und Tanten.

Übrigens, dass die Frauen in Hessen am gebärfreudigsten sind – das könnte vermutlich am Äppelwoi und „Handkäs mit Musik“ liegen.

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Mama Mia

15. Mai 2006 05:45

„Mama mia“ findet man im Internet als italienisches Restaurant, als Musical, als Buch, als Song, als Segelschiff, als Bezeichnung eines Blumenstraußes für bestimmte Tage, als Klingelton zum Download, sowohl als Bezeichnung für eine Pizza als auch für eine Pizzeria und wird sogar als Name für einen Hund verwendet.
Meistens jedoch wird „Mama mia“ im Alltag als erschreckt-erstaunter Ausruf vernommen, mit einer statistisch bewiesenen und erklärbaren Häufung im südlichen Europa. Statistisch (noch) nicht bewiesen, aber erklärbar waren die am 14. Mai 2006 in bundesdeutschen Wohnungen vermehrt aufgetretenen „Mama mia“-Ausrufe. Teilweise auch gefolgt von einem etwas leiseren „ach du Scheiße“.
Denn wieder war das Unfassbare geschehen, obwohl bereits im letzten Jahr händeringend und mit weinerlichen Stimme um Verzeihung und Vergebung für das Vergessen dieses wichtigen, einmaligen Ereignisses gebettelt und hoch und heilig Besserung gelobt worden war.
Schon wieder hatte Sohnemann und Tochterfrau den wichtigsten Tag im Leben einer Mutter vergessen.
Zumindest wenn man den Experten aus Politik und Wirtschaft glauben darf, ist dieser „Muttertag“ ein wesentlicher Faktor im wirtschaftlichen Aufschwung und soll zur nachhaltigen Sicherung der Arbeitsplätze in der bunten Republik beitragen
Nicht nur Post und Telekommunikationsdienstleister verzeichnen an diesem Tag erhöhte Umsätze, sondern auch die Verkäufer von Blumen, Parfüme und Kosmetika aller Art, Bonbonieren, Pralinen, Kuchen und selbst Dessous stehen (zumindest) bei den Schenkenden hoch im Kurs.

Indirekt tragen durch Selbstgebasteltes und Selbstgemaltes auch Malstifte, Klebstoff, Papier, Farben für Finger und Pinsel zum Wohle der Wirtschaft bei, auch wenn die von Kinderhand gefertigten Erzeugnisse früher oder später zwangsläufig im Mülleimer landen müssen, denn in einer durchschnittlichen bundesdeutschen Wohnung steht nun mal nicht unbegrenzt Lagerraum zur Verfügung. Zumal wenn der bereits erwachsene Nachwuchs bedingt durch Hartz IV, an der Ausgründung eines eigenen Hausstandes gehindert wird.

Hier könnte das neue Elterngeld der Bundesfamilienrapunzel Ulla „Lore von der“ Leyer, der Nymphe mit dem blonden Haar, wirkliche Entlastung bringen.
Natürlich nur, sofern Mann seine Frau von der Notwendigkeit zum Natursprung mit nachfolgender Schwangerschaft überzeugen kann, denn dann könnte die neue Familie mit diesem Elterngeld den Auszug der erwachsenen Kinder aus der gemeinsamen Wohnung finanzieren. Und wenn Papa, dann auch noch seinen, von der Bundesrapunzel geplanten Familienpflichten nachkommt, wäre die Finanzierung der eigenen Bude für die volljährigen Sohnemänner und/oder Töchterfrauen zumindest für ganze 14 Monate gesichert.

Was danach kommt, das wissen die Götter und die Geier.
Angesichts von soviel Unsinn kann man(n) nur noch nach der passenden Mutter suchen, mit der die lockeren Schrauben rechts und links der Spree fixiert und endlich die Daumenschrauben zur Sicherung einer nachhaltigen Familienpolitik angezogen werden können.

Aber mit dem neuen Elterngeld von der Bundesrapunzel ist das halt so, selbst wenn man damit nicht den Ausflug der flüggen Kinder finanzieren muss, denn das Geld fürs Elterngeld hat man vorher dem alleinverdienenden Papa über die Mehrwertsteuer aus dem Geldbeutel geklaut.
Und nach 9 Monaten Schwangerschaft und 14 Monaten Elterngeld ist dann Schluss und alles hängt dann wieder von Mama ab und die muss halt gucken wie sie mit den von der Republik so sehr benötigten Kids über die Runden kommt. Besonders dann, wenn das Geld fürs Elterngeld weiterhin immer noch aus Papas Geldbeutel geklaut wird.

„Mama!“ müsste man da eigentlich wie einst Heintje laut aufheulen, „du wirst doch nicht um deine Jungen weinen“.
Aber daraus wird sicher nur ein erschreckt-erstaunter „Mama mia“-Ausruf. gefolgt von einem etwas leiseren „na dann Buona Notte“.

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