Fußball WM 2006

28. April 2006 05:45

Gerade noch rechtzeitig zur „FuBaWeMe 2006“ (© Machopan) hat der Bundesgerichtshof entschieden, dass die Bezeichnung „Fußball WM 2006“ JEDER benutzen darf.

Die Sponsoren des Fußballverbandes haben für die exklusive Verwendung dieser Bezeichnung schlappe 50 Millionen Euro Lizenzgebühren an die Fifa bezahlt, die sich über 850 Waren und Dienstleistungen mit diesem Markennamen schützen ließ um Kasse zu machen.
Und jetzt darf JEDER den Text „Fußball WM 2006“ verwenden wo immer es ihm gefällt.

So eine Gelegenheit sollte man sich nicht entgehen lassen und wirklich jeder Mann, jede Frau und jedes Kind sollte von der Möglichkeit Gebrauch machen überall „Fußball WM 2006“ draufzuschreiben.

Stellen Sie sich einmal vor, wie viel Geld man damit sparen kann, dass es jetzt nichts mehr kostet „Fußball WM 2006“ schreiben zu dürfen. Außerdem müssen auch alle Waren billiger werden, auf die die Hersteller „Fußball WM 2006“ draufschreiben wollten: „Kondome, Handtuchhalter, Duschvorhänge, Düngemittel, Fruchtpressen, Schuhcreme, Badesalz, Rasierwasser, Schreibwaren, Mülleimer, Sonnenbrillen, Strampelanzüge, Flip Flops, Taschentücher, Getränkeflaschen, Müsliriegel, Computer und Klopapier“.

Spontan ist es aber für den Privatmann und die Privatfrau aber gar nicht so einfach Dinge zu finden wo man „Fußball WM 2006“ draufschreiben kann.
Ich hab mir das hin und her überlegt und nichts gefunden, was sich sinnvollerweise mit „Fußball WM 2006“ beschriften ließe.
Mein Auto? Also so bescheuert bin ich nun doch nicht!
Die Krawatte? Die kann ich doch dann nach der „Fußball WM 2006“ wegwerfen!
Unterwäsche? Ich bin doch nicht pervers!
Bügelbrett? Da ist die beste aller Frauen dagegen!
Mülleimer? Wissen Sie was so ein Ding heute kostet?
Klopapier? Genau, das ist es! So kann ich auch meine Meinung über die „Fußball WM 2006“ am besten zum Ausdruck bringen.

Und bevor ich mich jetzt an das zeitintensive manuelle Beschriften der 4-lagigen Rollen mache, schreibe ich hier noch rasch das Blog mit „Fußball WM 2006“ voll.

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Apropos, was steht denn eigentlich auf den Eintrittskarten zur „Fußball WM 2006“ drauf?
Na, hoffentlich nicht „Fußball WM 2006“, weil das kann ja jetzt JEDER draufschreiben!

Vivat FiFa, vivat Fußball WM 2006“.

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Spieglein

27. April 2006 05:45

„Spieglein, Spieglein an der Wand
wer plappert den größten Unsinn im ganzen Land?
Oh, es ist der Herr Sinn, der Seher, so glaubt es mir,
er sann es im Spiegel, wo ich es sah
und es grauste mir bis unters graue Haar“.

«Der Chef des Ifo-Instituts, Hans-Werner Sinn, sieht düstere Zeiten auf den deutschen Arbeitsmarkt zukommen. In den kommenden zehn Jahren werde die deutsche Industrie mehr als eine Million Stellen abbauen. Der Münchner Wirtschaftswissenschaftler begründet seine Prognose mit dem anhaltenden Trend der Wirtschaft, Arbeitsplätze an Niedriglohnstandorte in den neuen EU-Ländern zu verlagern. Mittelfristig rechnet Sinn mit dem Zuzug von mindestens 2,5 Millionen Menschen. “Die Ausländer werden die Einheimischen in den Sessel drängen, den der deutsche Sozialstaat für sie bereit hält »

„Mein Gott, oh Herr wirf Hirn vom Himmel“, will man da rufen, „was redet der Mensch da für einen gequirlten Schwachfug: Trotz Verlagerung von mehr als einer Million Stellen in Niedriglohnländer, sollen 2,5 Millionen Menschen nach Deutschland zuziehen.

Zuzug trotz Verlagerung?
Es muss die Frage gestattet sein – warum?
Warum sollten 2,5 Millionen Menschen in ein Land ziehen, das gleichzeitig 1 Million Arbeitsstellen verliert? Vielleicht sogar gerade in die Heimat dieser zuziehenden Menschen.
Das macht doch keinen Sinn! Oder nur für den Herrn Sinn!

Wovon bestreiten denn die Zuziehenden ihren Lebensunterhalt, wo es doch jetzt schon für Millionen nicht genug Arbeit gibt und der Anteil der Arbeitslosen unter den Zugezogenen am größten ist?
Oder bringen die Zuziehenden so viel Geld mit, dass es zum Leben und Überleben in einem Industriestaat reicht?
Hat sich der Herr Sinn eigentlich schon mal gefragt, warum an deutschen Universitäten noch Ausländer „studieren“, wenn die Zuwanderer schon über so viel Sachkompetenz und Fachwissen verfügen, dass sie damit die Einheimischen in den Sessel des deutschen Sozialstaates drängen können?
Unabhängig davon ,dass zwischenzeitlich außer dem Herrn Sinn wohl jeder einigermaßen geBILDete Leser mitbekommen hat, dass der Sessel des deutschen Sozialstaates längst zum Hocker mutiert ist, muss man sich mal fragen, was denn in diesem Land geschehen wird, wenn die Zeiten für die zunehmende Zahl arbeitsloser Menschen noch düsterer werden.

Wollen wir dann noch mehr Deutschkurse, Integrationsprogramme, Qualifizierungs- und ABM-Maßnahmen, Initiativen für Lehrstellen und Familien anbieten und an „Reformversuchen“ des Arbeitsmarktes, der Sozial- und Steuersysteme herumbasteln, die allesamt auf dem Rücken der „kleinen Leute“ ausgetragen werden?

Oder wollen wir warten, bis die „Koalitionen der Unwilligen“ singend durch auf die Straße ziehen:

Licht aus, Messer raus, haut sie dass die Fetzen fliegen,
Fenster zu, Straße frei, runter vom Balkon -
und jetzt raus aus dem Sessel und ab durch die Mitte.

Wo man singet solche Lieder, das lass dich besser nicht (im Sessel) nieder!

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Familienbericht

26. April 2006 05:45

„Ham‘se nicht ein halbes Kind für mich?“.
Damit meine ich keine Halbwaisen oder gar ein „körperlich“ halbes Kind.
Ein statistisch halbes Kind würde mir vollkommen reichen, denn nach Überprüfung meines Tagesablaufes habe ich entdeckt, das ich am Tag noch 12 Minuten Zeit habe, die ich mit einem Kind verbringen könnte.

Wie ich auf einen solchen Quatsch komme, wollen Sie wissen?
Na ich habe den Familienbericht der Bundesfamilienministerin Ulla von der Leyden gelesen und dort erfahren, dass deutsche Mütter im Osten 1,6 und im Westen 1,7 Kinder für „statistisch“ ideal halten.
Männer halten dagegen 1,5 Kinder für ideal.

Außerdem kann man(n) dem Bericht entnehmen, dass europäische Frauen täglich zwei bis zweieinhalb Stunden mit “ihren” Kindern verbringen. Deutsche Frauen liegen dagegen mit zwei Stunden und 18 Minuten dabei „nur“ im Mittelfeld.

Das muss man(n) sich mal vorstellen!!!
Man(n), da tun sich ja Abgründe auf !!!
Da ist man(n) auf Arbeit und am managen und malochen und denkt dass Frau am heimischen Herde zum Wohle der deutschen Familie werkelt, schafft, macht, putzt, wäscht und sich um die artgerechte Haltung und Versorgung der auf 1,6, - 1,7 Planstellen sitzenden Milchvampire kümmert und sich dabei in aller Ruhe auf ihre geschlechtsbedingte, abendliche Rolle als ruchbarer Vamp vorbereitet.
Statt dessen geht die „Dame des Hauses“ für 12 Minuten täglich ihrem Freizeitvergnügen nach!!!

Gut, dass das im Familienbericht der Frau Bundesministerin Ulla von der Leyden endlich mal so klar und deutschlich zur Sprache kommt, denn wer hat es vor ihr jemals gewagt so offen und schonungslos den „Arbeitswillen deutscher Mütter“ zu kritisieren.

Mit dieser siebenfachen Mutter wird die Republik sicher noch viel Freude haben.

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Ugly SUN

25. April 2006 05:45

„Der Mann ist Kult“ dichtelt der Spiegel, „denn in seiner “Bild”-Kolumne schreibe der Berufsprovokateur Franz Josef Wagner täglich einen Brief ans Volk“.
Dieser Satz zaubert vermutlich nicht nur mir, ein größeres Fragezeichen ins Gesicht, denn wer ums Verrecken ist Franz Josef Wagner, von dem es in dem Artikel heißt er wäre ein „Gossen-Goethe“, ein „Unterhosen-Publizist“, ein „einsamer Wolf“ unter den Kolumnisten dieser Republik, einer der nervt, aufregt und manchmal trifft.

Nun muss ich gestehen, dass ich meine letzte BILD-Zeitung gelesen habe, als das Revolverblatt noch 10 Pfennige gekostet hat. Das muss irgendwann in den Sechzigern gewesen sein. Seit damals bin ich im Besitz der Erkenntnis, dass dieses Medienerzeugnis in etwa den gleichen Informationsgehalt besitzt wie eine gebrauchte Rolle Toilettenpapier.
Grund genug mich durch einen Besuch bei www.bild.de in Bezug auf den nervigen „F.J. Wagner“, den einsamen Kolumnenwolf der größten deutschsprachigen Tageszeitung aufzuschlauen.
Dass ich dort ausgerechnet die Kolumne erwischt habe, in der sich der Kult-Man über den Abdruck „intimer Pool-Fotos“ unserer Bundeskanzlerin Angela Merkel auskotzt, dafür kann
der F.J. Wagner nix.
Aber für den Text, den er da erbrochen hat, dafür kann er was, denn man muss ihm schon unterstellen dürfen, dass er diesen im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte verfasst hat.

Liebe ugly „Sun“, liebe häßliche „Sun“,
Ihr seid „rotten to the core“, verdorben bis ins Mark. Ihr habt meine Kanzlerin beim Wechseln ihres Badeanzugs in Eurer „rottenest“ verfaulten Zeitung gezeigt. Schande über Euch. Ich schäme mich für Euch.
Die Rückseite meiner Kanzlerin ist mir dennoch sympathischer als Eure Whisky-aufgedunsenen Arschgesichter in London. Aber vor allem ist mir der Kopf meiner Kanzlerin wichtig. Sie ist Doktor der Physik, sie kann mir Einstein erklären.
Ach, Ihr bei der „Sun“ wißt nicht, wer Einstein ist? Bleibt blöd! Die einzige Sprache, die Ihr versteht, ist die Sprache des Fußballs. Niemals würden wir Fotos Eurer Queen in Stützstrümpfen drucken, wir drucken Fußball-ergebnisse.
Wir werden Euch weghauen bei der WM. Wir werden Euch weghauen auch wegen der Fotos in der „Sun“. Rache ist süß, Ihr werdet noch weinen.
Herzlichst
Ihr F. J. Wagner

Also ehrlich gesagt, ich finde den Text so was von doof – er könnte fast von mir sein.
Was hat „Einstein“ mit den säulenartigen, relativ kräftigen Gehwerkzeugen unserer Kanzlerin zu tun?
Überhaupt ist die Person, die sich auf den „intimen Pool-Fotos“ den nassen Badeslip über die Pobacken zieht, von hinten nicht zu erkennen.
Es könnte genau so gut Hella von Sinnen sein, die sich da unter einem weißen Bademantel aus einem nassen Badeanzug quält, ohne dabei umzufallen..

Auch warum der Schreiber die (angebliche) Rückseite unserer Miss „Griff“ Merkel mit aufgedunsenen Arschgesichtern in London assoziiert, kann ich nicht nachvollziehen, denn so schlimm sieht das abgelichtete Achterdeck doch nun auch wieder nicht aus.

Und überhaupt kennt sich doch unsere Kanzlerin mit den Medien besten aus, hat sie doch für ihre Doktorarbeit den Titel: „Der Einfluss der räumlichen Korrelation auf die Reaktionsgeschwindigkeit bei bimolekularen Elementarreaktionen in dichten Medien“ gewählt.
Und schnell reagiert haben doch die allerwertesten Elemente der Medien bei der SUN, oder?

Die Times hält das Foto gar für ein perverses Kompliment und die Bundesregierung will daher die Sache auf sich beruhen lassen.
Nur “Bild”-Kolumnist Franz Josef Wagner:zeigt späte Ansätze von Reue: “Manchmal quält mich schon, was ich da verzapft habe.

Ja, da kann man ihm nicht widersprechen, denn wenn die Krauts bei der WM die Tommys nicht „weghauen“, dann muss BILD die Queen in Stützstrümpfen drucken.
Und das wäre dann doch wirklich zum Weinen.

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Winterreifenpflicht

24. April 2006 05:45

Wie man es auch macht, es ist nix.
Jetzt steht im Handelsblatt zu lesen, dass die “Winterreifenpflicht” die Fahrzeugsicherheit im Sommer gefährden könnte, denn die Experten des Wirtschaftsverbandes der deutschen Kautschukindustrie e.V. /WDK) rechnen damit, dass viele Autofahrer die Winterreifen als Ganzjahresreifen einsetzen werden.
«Es bleibe abzuwarten, ob die Polizei im Sommer “den Spieß umdrehen” und auch in den warmen Monaten eine “geeignete Bereifung” nach StVO verlangen werde. Winterreifen könnten im Sommer als ungeeignet eingestuft und ihr Einsatz per Bußgeld abgemahnt werden.»

Nun ist sicher nicht nur mir ganz klar, wo der der Gesetzgeber die “Winterreifenpflicht” definiert hat, denn im Herbst 2005 hatten die Länderverkehrsminister und die Bundesregierung zwar eine Änderung der Straßenverkehrsordnung (StVO) beschlossen, aber danach ist die Ausrüstung des Kraftfahrzeugs lediglich an die “Wetterverhältnisse” anzupassen. Von den Jahreszeiten stand da allerdings nix zu lesen.
Ganz Eifrige, natürlich ganz ohne eigene Geschäftsinteressen, haben daraus rasch die umsatzsteigernde “Winterreifenpflicht” abgeleitet. Nun wird wiederum rechtzeitig zu den ersten Sonnenstrahlen die “Sommerreifenpflicht” ins Spiel gebracht. Demnächst wird des dann um die artgerechte “Frühjahrsbereifung” und “Herbstbereifung” gehen. Auch wird in den Denkfabriken der Reifenhersteller und ihrer Erfüllungsgehilfen in Politik und Wirtschaft schon an den ideologischen Vorbereitungen für den “Werktagsreifen” und den “Sonntagsausflugsreifen” gearbeitet.
Unbestätigten Meldungen zur Folge befindet sich auch die Entwicklung eines speziellen “Parkreifens” für kleine und mittlere Fahrzeuge bereits in der Pilotphase.

Derweil meldet das Kfz-Gewerbe, dass das anhaltend schlechte Wetter die Kauflust bei neuen und gebrauchten Pkw dämpfe. Fast jeder zweite Markenhändler schimpfe auf die “meteorologische” Großwetterlage. Da wäre es doch sicher sinnvoll zur Belebung des Geschäftes durch den Gesetzgeber die “Sommerwagenpflicht” in Verbindung mit der “Sommerreifenpflicht” einzuführen.
Und zwar rasch bevor die Kunden mangels Kaufkraft zum steuerbefreiten Velo mit “Allwetterbereifung” greifen und den Spieß umdrehen.

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