StraBEG

30. September 2004 05:45


Sagt Ihnen die Bezeichnung StraBEG etwas?
Ja StraBEG! Nicht die STRABAG, dieses in allen Bereichen der Bauindustrie, auch dem Straßen- und Brückenbau weltweit tätige Unternehmen mit 32.000 Mitarbeitern an über 500 Standorten.

Gell hab ich doch recht vermutet, StraBEG kennen Sie nicht. Dabei handelt es sich bei StraBEG auch um ein Bauprogramm für Brücken und Straßen.
Besonders für eine Brücke. So eine Art “Seufzerbrücke” oder um es mit Simon & Garfunkel zu sagen eine “Bridge over troubled Water”

StraBEG ist das “Strafbefreiungserklärungsgesetz”. Das ist so eine Art Absolution für irregeleitete Schäflein unserer Gesellschaft, die geglaubt haben in Deutschland keine Steuern bezahlen zu müssen und deshalb ihr Geld lieber dem irdischen Zugriff bundesdeutscher Steuerbehörden entzogen haben.
Da diese verirrten Seelen seitdem -so denken sich das die deutschen Finanzbehörden- schlaflose Nächte verbringen, ihnen der Zugang zum bundesdeutschen Steuerhimmel versperrt bleiben würde und ihre Seelen darob Schaden nehmen könnten, deshalb und nur deshalb, hat ihnen der Finanzhans mit seinen Jüngern eine “Brücke in die Steuerehrlichkeit” gebaut.

Auf den Internetseiten des “Bundesdeutschen Kollekteneinsammlungsministeriums” kann man dazu folgendes lesen:
«Die obersten Finanzbehörden des Bundes und der Länder haben sich deshalb auf eine einheitliche und für die Finanzverwaltung verbindliche Auslegung des Gesetzes über die strafbefreiende Erklärung verständigt. Mit dem Gesetz vom 23. Dezember 2003 sollen bisher Steuerunehrliche befristet für den Zeitraum vom 1. Januar 2004 bis zum 31. März 2005 die Möglichkeit zur Abgabe einer strafbefreienden Erklärung und damit zur Rückkehr in die Legalität erhalten. Im Interesse der Erklärungswilligen wurde ein umfassendes Merkblatt erarbeitet, eine “Gebrauchsanweisung”, die Zweifelsfragen im Zusammenhang mit der sog. “Brücke in die Steuerehrlichkeit” beantwortet. Das Merkblatt ist von dem Grundgedanken geprägt, dass bei der Auslegung des von Bundestag und Bundesrat mit großer Mehrheit bzw. einstimmig beschlossenen Gesetzes die gesetzgeberische Zielsetzung im Vordergrund steht, möglichst viele Steuerunehrliche dauerhaft in die Steuerehrlichkeit zu führen.Seit Veröffentlichung des BMF-Merkblatts zum Strafbefreiungserklärungsgesetz (vgl. BMF-Schreiben vom 3. Februar 2004 - IV A 4 - S 1928 - 18/04 -; BStBl. I S. 225) wurden viele weitere Fragen zur Anwendung des Gesetzes aufgeworfen. Die obersten Finanzbehörden des Bundes und der Länder haben daher zur Ergänzung dieses Merkblatts einen Fragen- und Antworten-Katalog abgestimmt. Von besonderer Bedeutung sind dabei die Themen “Verifikation und Abgrenzung des zu erklärenden Lebenssachverhaltes“, “Behandlung von Stückzinsen“, “Ermittlung der zu erklärenden Einnahmen”, “Behandlung unversteuerter Lohnzahlungen aus versteuertem Einkommen” sowie “Einschaltung einer ausländischen Stiftung als unechte Treuhänderin“. Bei dem Fragen-Antworten-Katalog handelt es sich um eine Orientierungshilfe für die Anwendung des StraBEG.
Die Entscheidung im konkreten Einzelfall bleibt jeweils dem zuständigen Finanzamt vorbehalten

Jetzt mal ganz ehrlich!
Nur mal angenommen, Sie würden zu dem Kreis dieser “Steuersünder” gehören � ich meine ja nur mal angenommen - …
Jetzt regen Sie sich doch nicht gleich so auf!
Ich wollte Ihnen ja nix, ja aber auch rein gar nix unterstellen. Nur mal so rein hypothetisch gefragt …
Würden Sie bei einem solch komplizierten Sachverhalt und unverständlichem Finanzkauderwelsch auch nur einen Cent über die bundesdeutsche Grenze zurücktragen?
Nach der ganzen Mühe, die es gekostet hat die Kohle außer Landes zu bringen.

Ach Sie meinen es hätte Sie außer dem Herrn Strauß jun. und dem Herrn Kanther und dem Herrn Möllemann niemand gesehen?
Ja dann würde ich an Ihrer Stelle diese “Strafbefreiungserklärung” auch nicht unterschreiben. Denn bei diesen Jungs können Sie sich sicher darauf verlassen, dass die Sie nicht (mehr) verpfeifen.

Obwohl, ganz richtig finde ich das ja auch nicht, wo doch der Finanzhans ganz fest damit rechnet, dass er hier ordentlich Kohle einnehmen wird. So jedenfalls hat er es sich im Bundeshaushalt für 2005 hingerechnet.

Übrigens das Formular zur “Strafbefreiungserklärung” können Sie direkt bei BMF downloaden.
Im Gegensatz zum Antrag auf ALG II mit 16 Seiten, umfasst dieses Formular nur 2 Seiten.
Gell, es ist halt schon ein Unterschied, ob man dem Staat Geld bringt oder welches von ihm haben will.

Das Formular können Sie auch fast ohne fremde Hilfe ausfüllen, wenn Sie wissen wie hoch die “Summe der auf Grund unrichtiger, unvollständiger oder unterlassener Angaben zu Unrecht nicht besteuerten Einnahmen i.S. § 1. Abs 1. Satz 1 Nr. 1 StraBEG der Jahre 1993 bis 2002” ist.
Dann können Sie auch gleich noch die zu entrichtende Abgabe in Höhe von 25% (35% nach dem 31.12.2004) des Betrages aus Zeile 1 ausrechnen und eintragen.
Nicht vergessen dürfen Sie allerdings die Spezifizierung der in Zeile 1 erklärten Einnahmen nach zugrunde liegenden Lebenssachverhalten und Kalenderjahren laut Anlage, denn die strafbefreiende Erklärung ist nur wirksam, wenn der Vordruck einschließlich der Anlage vollständig ausgefüllt ist.

Jetzt stellen Sie sich mal vor, Sie füllen diesen Antrag aus, dokumentieren alle ihre Steuermauscheleien und Schwarzgeldkonten - und dann sagt ein Finanzbeamter, dass der Antrag nicht vollständig ausgefüllt sei und deshalb wäre die strafbefreiende Wirkung nicht gegeben.

Dumm gelaufen - könnte man dann nur sagen! Gell.

Copyright (c) Machopan - Alle Rechte vorbehalten

Pakt

29. September 2004 05:45


An was denken Sie, wenn sie das Wort “Pakt” hören?
Sicher an etwas Wichtiges, etwas Heroisches, etwas Staatstragendes.
Entweder mit Blut besiegelt oder im Blut ertränkt.

Sie erinnern sich sicher noch an den Geschichtsunterricht in der Schule und denken an den “Warschauer Pakt”, den “Locarno Pakt”, den “Hitler-Stalin Pakt”, den “Briand-Kellog Pakt”, den “Molotow-Rippentropp Pakt”, den “Brüsseler Pakt”, oder den “Bagdad Pakt”.
Pakte sind etwas Wichtiges, etwas Ehernes in der Geschichte der Völker und Nationen. Ihr Abschluss wird meist gefeiert, sofern der Pakt nicht geheim bleiben soll, und an ihren Jahrestagen werden die Fahnen gehisst und Reden gehalten.
Über Pakte wurden Bücher geschrieben und Filme gedreht. “Der Pakt mit dem Teufel”, der “Heimliche Pakt”, der “Mörderische Pakt” und auch den “schmutzigen” und den “tödlichen” Pakt gibt es schon.

Jetzt habe ich gerade in der Netzeitung etwas gelesen, was so überhaupt nicht zum Image eines Paktes passt:
«Die europäische Statistikbehörde Eurostat hat falsche Angaben Griechenlands zu seinem Haushaltsdefizit bestätigt. Die Regierung habe schon vor dem Beitritt zur Währungsunion im Jahr 2001 ein zu hohes Defizit verschleiert, teilte die EU-Behörde in Brüssel mit.
Auf Basis der Zahlen, die die griechischen Behörden auf Anforderung von Eurostat in den vergangenen Monaten geliefert haben, ergeben sich für die Jahre 2000 bis 2003 Defizitquoten von 4,1 Prozent, 3,7 Prozent, 3,7 Prozent und 4,6 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (Bip).
Bereits am Mittwoch hatte die griechische Regierung eingeräumt, dass die Defizitquote im Jahr 2000 bei 4,1 Prozent gelegen habe und nicht, wie zunächst nach Brüssel gemeldet, bei 2,0 Prozent. Die gesamtstaatliche Verschuldung betrug 2000 bis 2003 demnach 114,0 Prozent, 114,7 Prozent, 112,5 Prozent und 109,9 Prozent des BIP.
Mit Sanktionen muss Griechenland nicht rechnen. Der Stabilitätspakt sieht keine Maßnahmen vor, sollte ein Land vorsätzlich seine statistischen Zahlen manipulieren»

Wenn’s mit dem Pakt halt einer nicht packt, dann muss er nicht gleich seine Koffer packen.
Nur weil man im Stabilitätspakt vergessen(?) hat, Konsequenzen für’s Lügen vorzusehen.
Das ist aber ein “Lustiger Pakt”!

Für unseren Finanzhans wird es jetzt auch viel einfacher. Er darf jetzt ganz beruhigt weiter an seinen Zahlenmärchen schreiben und schreiben lassen, aber er darf halt jetzt nicht mehr von sich aus sagen, dass es Märchen sind.
Schon aus Solidarität mit Griechenland sollte er jetzt auch warten bis ihm die EU in ein paar Jahren drauf kommt.

Nennt man so ein geschöntes Zahlenwerk in der Wirtschaft nicht “Bilanzfälschung”?
Ich glaub, dafür konnte man sogar mal ins Gefängnis kommen.
Aber das war noch vor Phenomedia, MCI Worldcom, Computer Associates, Enron, Xerox, Vivendi, Parmalat, Symbol Technologies, Berliner Bankgesellschaft, Euro Waste Services, IXOS, Fininvest, Medusa Film um nur mal so ein paar Bilanzfriseure zu nennen.

Bei Fininvest und Medusa Film gab es übrigens Haftstrafen, die allerdings zwischenzeitlich aber von übergeordnete Gerichtsinstanzen wieder aufgehoben wurden oder die Tat zwischenzeitlich verjährt ist. Vielleicht hat der Beklagte der griechischen Regierung auf einem der EU-Gipfeltreffen ja einen (heißen) Tipp gegeben, wie man sowas macht.

Die Finanzminister der EU wollen sich bei ihrem nächsten Treffen am 20. und 21. Oktober in Luxemburg mit der Problematik befassen. Bei ihrem letzten Treffen am 10. September hatten sich die Minister aber bereits besorgt über die Entwicklung in Griechenland gezeigt. Sie beauftragten die EU-Kommission damit, bis Juni nächsten Jahres Vorschläge vorzulegen, wie für die Verlässlichkeit der Daten garantiert werden könne.» meldet die Netzeitung weiter.

Ich hätte dazu einen ganz einfachen Vorschlag:
Die Hersteller und die Unterzeichner eines solchen Zahlenwerks entmannen, teeren und federn, pfählen, vierteilen und die Brocken vor den Parlamenten in der Sonne liegen lassen!

Copyright (c) Machopan - Alle Rechte vorbehalten

Mega Event

27. September 2004 05:45


Da komm ich doch unlängst zum Friseur und muss warten, weil gerade noch einem männlichen Mitbürger jüngeren Alters, der wohl schon einige Zeit unter den Händen der Haarstylistin zugebracht hatte, noch die letzten abstehenden Haarzipfelchen verunstaltet werden mussten.

Zu meiner Zeit hätte sich der Friseur, dafür was er jetzt als modisches Kunstwerk betrachtet, eine Schadensersatzklage des Innungsmeisters und eine Tracht Prügel des Kunden eingehandelt, dachte ich mir während ich auf einem der knapp einarschbackenbreiten “Wartestühlchen” Platz nahm.

Mein Hand griff gewohnheitsmäßig zu einem großflächigen Druckerzeugnis der lokalen Presse, mit dessen Hilfe es mir gerade noch rechtzeitig gelang mein hämisches, dämliches Grinsen dahinter zu verstecken.
Während ich die Ohren spitzte um den üblichen Ratsch und Tratsch eines Friseursalons nicht zu verpassen, fiel mein Blick auf die Schlagzeile direkt vor meinen Augen:

«MEGA-Event zur Premiere. Ein Event der Sonderklasse steigt am Abends auf Frankfurts exklusivstem Entertainment-Gelände. Im gesamten Outdoor-Bereich werden erfrischende Drinks gereicht, dazu findet nicht nur ein erstklassiges Live-Konzert mit großem Outdoor-Dancefloor statt, sondern auch hochkarätige DJs werden mit ihren Beats, Breaks und Basslines einen Stimmungsbogen über das gesamte Gelände spannen. Außerdem haben die Gäste die Möglichkeit, sich vor einem riesigen Bluescreen ablichten zu lassen. Bei dem zu erwartenden Ansturm kann der Einlass in die Locations leider nicht garantiert werden. Bei Akkreditierung über Internet unter www.bmw-frankfurt.deermäßigt sich der Eintrittspreis von 10 Euro auf 7 Euro.»

Mein Gott, dachte ich mir, welcher deutschamerikanische Legastheniker hat denn diesen Text erbrochen?
Kann sich denn der nicht auf Deutsch ausdrücken? Kann der nicht schreiben, dass in Frankfurt eine Veranstaltung der Sonderklasse stattfindet, bei der im Außenbereich Erfrischungsgetränke und zeitgemäße Musik mit Tanz angeboten werden. Frühbucher erhalten unter www.bmw-frankfurt.de einen Rabatt von 30% auf den Eintrittspreis von 10 Euro.

Also ich glaube, wenn ich den Text geschrieben hätte – dann wäre bestimmt kein Schwein hingegangen!

Um was es bei dieser Veranstaltung, ähh … Entschuldigung, ich meine natürlich “Event” überhaupt ging?
Na um den BMW-1er!
Das muss so was sein wie ein Lotto-6er oder ein Mathe-5er!

Copyright (c) Machopan - Alle Rechte vorbehalten

Das Küblböck

26. September 2004 05:45


Werner Enke beim Lesen des Drehbuchs zu 'Daniel der Zauberer' mit abschließender BewertungWie von den “Besserwissern” nicht anders erwartet ist der Film “Daniel, der Zauberer” mit das Küblböck in der Hauptrolle nach nur einem Monat Laufzeit aus den Lichtspieltheatern entfernt worden.Der Autor und Regisseur Ulli Lommel (den Namen muss man sich merken) sei ins nichteuropäische Ausland geflohen und der Produzent Schamoni weinte jetzt der Münchner Zeitung “tz” ins Mikro, dass er die Produktionskosten in Höhe mehrerer 100.000 Euro jetzt wohl abschreiben darf.

Ich kann es nicht verhindern, auch mich beschleichen manchmal Emotionen. Diesmal ist es eine gewisse Schadenfreude und Genugtuung, dass man anscheinend doch noch nicht jede Scheiße in Deutschland zu Geld machen kann.

Immerhin haben sich doch noch 20.000 zahlende (?) Besucher gefunden, die miterleben wollten wie das Küblböck von zwei Teenis verfolgt wird, die es (das Küblböck) ermorden wollen. Vielleicht wäre der Film ja ein Kassenschlager geworden, wenn sie das Küblböck erwischt hätten

Produzent Schamoni wollte nach eigener Aussage mit “Daniel, der Zauberer” an den Kassenerfolg “Zur Sache Schätzchen” mit Uschi Glas und Werner Enke anknüpfen.
“Das wird bööööse enden”, war damals einer der flotten Sprüche von Werner Enke.
Er hat recht gehabt!

Kurzer Hinweis für Fans:
Das Küblböck ist wohlauf, aber da wieder im Besitz einer eigenen Fahrlizenz, kann sich das an der nächsten Kreuzung schlagartig ändern.
Die letzten Worte seines Beifahrers?
Rechts ist frei!!!!

Copyright (c) Machopan - Alle Rechte vorbehalten

Kettenreaktion

25. September 2004 05:45


Wie wir von Herrn Scholz gelernt haben wird Hartz IV die Langzeitarbeitslosigkeit komplett beseitigen. Nehmen wir mal als Beispiel einen geschiedenen, langzeitarbeitslosen, allein erziehenden Vater von zwei Kindern.
Er sucht eine Halbtagsstelle als Heizungsmonteur, denn Vollzeit kann er nicht arbeiten, weil er niemand hat der währenddessen auf seine Kinder aufpasst. Eine Ganztagskinderkrippe, selbst wenn es diese an seinem Wohnort gäbe, könnte er sich auch finanziell nicht leistenIn dieser ausweglosen Situation beschließt der Mann sich selbstständig zu machen und nach einer erfolgreichen Geschäftsidee ebenfalls einen Tiertaxidienst, wie diesen, zu betreiben.
Er wendet sich an das Arbeitsamt und gründet eine ICH-AG.

Jetzt braucht er aber jemand der auf seine Kinder aufpasst.
Vom Arbeitsamt bekommt er eine langzeitarbeitlose, geschiedene, allein erziehende Frau, Mutter von zwei Kindern vermittelt, die für einen Euro pro Stunde auf seine Kinder aufpasst.

Diese Mutter von zwei Kindern muss diese Stelle annehmen, weil ihr sonst ihr ALG II gekürzt wird. Aber sie hat niemand der auf ihre Kinder aufpasst, während sie auf die fremden Kinder aufpasst. Vom Arbeitsamt bekommt sie deshalb eine langzeitarbeitlose, geschiedene, allein erziehende Frau, Mutter von zwei Kindern vermittelt, die für einen Euro pro Stunde diese Aufgabe übernimmt.

Diese Mutter von zwei Kindern muss diese Stelle annehmen, weil ihr sonst ihr ALG II gekürzt wird. Aber sie hat niemand der auf ihre Kinder aufpasst, während sie auf die fremden Kinder aufpasst. Vom Arbeitsamt bekommt sie deshalb eine langzeitarbeitlose, geschiedene, allein erziehende Frau, Mutter von zwei Kindern vermittelt, die für einen Euro pro Stunde diese Aufgabe übernimmt.

Diese Mutter von zwei Kindern muss diese Stelle annehmen, weil ihr sonst ihr ALG II gekürzt wird. Aber sie hat niemand der auf ihre Kinder aufpasst, während sie auf die fremden Kinder aufpasst. Vom Arbeitsamt bekommt sie deshalb eine langzeitarbeitlose, geschiedene, allein erziehende Frau, Mutter von zwei Kindern vermittelt, die für einen Euro pro Stunde diese Aufgabe übernimmt

Diese Mutter von zwei Kindern muss diese Stelle annehmen, weil ihr sonst ihr ALG II gekürzt wird. Aber sie hat niemand der auf ihre Kinder aufpasst, während sie auf die fremden Kinder aufpasst. Vom Arbeitsamt bekommt sie deshalb eine langzeitarbeitlose, geschiedene, allein erziehende Frau, Mutter von zwei Kindern vermittelt, die für einen Euro pro Stunde diese Aufgabe übernimmt

und so weiter und so fort und et cetera und blah blah blah und wenn sie nicht gestorben sind, dann …

Klasse, wie man durch die Gründung einer ICH-AG, die Schaffung von 1-Euro-Jobs und die schnelle Vermittlung von Arbeitssuchenden die Langzeitarbeitslosigkeit von vierkommadrei Millionen Menschen nachhaltig beseitigen kann.

Haben Sie jetzt das Konzept von Hartz IV endlich verstanden?

Wie, was?
Was aus dem ICH-AG Gründer geworden ist?
Na eine Success-Story natürlich!
Der war sehr erfolgreich. Auf einer seiner Transportfahrten. als er einen verletzten Kanarienvogel zum Tierarzt gefahren hat, hat er sich verliebt. Nein natürlich nicht in den Kanarienvogel, sondern in die Besitzerin des Vogels. Mutter von zwei Kindern, satt verpensionierte Witwe eines Staatsbeamten aus dem gehobenen Dienst. Nach ein paar Monaten sind die Beiden zusammengezogen. Mit ihren vier Kindern in eine gemeinsame Wohnung und das Fünfte Kind ist unterwegs.
Ja wo die Liebe hinfällt.
Schön, gell, das sind halt die Geschichten wie das Leben sie schreibt.

Was?
Was mit der 1-Euro-Kinderbetreuerin ist?

Ja die hat er, wo doch seine Frau ganztags zu Hause ist, dann nicht mehr gebraucht und hat ihr gekündigt.
Diese Frau ist jetzt arbeitslos und sitzt zu Hause.
Ihre eigene 1-Euro-Kinderbetreuerin braucht sie jetzt nicht mehr und hat ihr gekündigt.

Diese Frau ist jetzt arbeitslos und sitzt zu Hause.
Ihre eigene 1-Euro-Kinderbetreuerin braucht sie jetzt nicht mehr und hat ihr gekündigt.

Diese Frau ist jetzt arbeitslos und sitzt zu Hause.
Ihre eigene 1-Euro-Kinderbetreuerin braucht sie jetzt nicht mehr und hat ihr gekündigt.

Diese Frau ist jetzt arbeitslos und sitzt zu Hause.
Ihre eigene 1-Euro-Kinderbetreuerin braucht sie jetzt nicht mehr und hat ihr gekündigt.

Diese Frau ist jetzt arbeitslos und sitzt zu Hause.
Ihre eigene 1-Euro-Kinderbetreuerin braucht sie jetzt nicht mehr und hat ihr gekündigt.

und so weiter und so fort und et cetera und blah blah blah und wenn sie nicht gestorben sind, dann …

Klasse, wie man durch die Heirat zweier Menschen und die unentgeltliche Übernahme der Kinderbetreuung durch die Ehefrau vierkommadrei Millionen Menschen in die Langzeitarbeitslosigkeit schicken kann.

Haben Sie jetzt das Konzept von Hartz IV endlich verstanden?

Falls ja, kümmern wir uns in der nächsten Unterrichtsstunde mal um die Familienpolitik, denn wie wir an obigem Beispiel sehen, liegt dort die Ursache allen Übels.

Copyright (c) Machopan - Alle Rechte vorbehalten